Mediensucht: Handysucht, Internetsucht & Gamingsucht

Digitale Medien begleiten unseren Alltag – oft hilfreich, manchmal entlastend, gelegentlich auch überfordernd. Wenn Smartphone, Internet oder Gaming jedoch zunehmend Raum einnehmen, der eigentlich Erholung, Beziehung oder innerer Ruhe gehören würde, kann das zu einem spürbaren Ungleichgewicht führen. Psychotherapeutische Unterstützung kann dabei helfen, den eigenen Umgang mit digitalen Medien besser zu verstehen, wieder mehr innere Freiheit zu gewinnen und einen stimmigen, selbstbestimmten Weg im Alltag zu finden.

Was sind Handysucht, Internetsucht & Gamingsucht ?

Smartphone, Internet und digitale Spiele sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern Kommunikation, Information und Entspannung. Problematisch wird es dort, wo die Nutzung nicht mehr frei steuerbar ist und zunehmend andere Lebensbereiche verdrängt.

Von Handysucht, Internetsucht oder Gamingsucht spricht man, wenn Betroffene

  • deutlich mehr Zeit online verbringen als geplant,

  • sich innerlich unruhig, gereizt oder leer fühlen, wenn kein Zugang möglich ist,

  • Verpflichtungen, Beziehungen oder Erholung vernachlässigen,

  • und trotz negativer Folgen kaum in der Lage sinddas Verhalten zu verändern.

Häufig geht es dabei weniger um das Medium selbst als um das, was es kurzfristig ersetzt: Ruhe, Anerkennung, Zugehörigkeit, Ablenkung oder Entlastung von innerem Druck.

 

Wann ist psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll?

Psychotherapeutische Begleitung kann hilfreich sein, wenn Sie merken, dass

  • digitale Medien zunehmend Ihren Tagesrhythmus bestimmen,

  • Konzentration, Schlaf oder Leistungsfähigkeit leiden,

  • Konflikte in Partnerschaft, Familie oder Beruf zunehmen,

  • Rückzug, Antriebslosigkeit oder Schuldgefühle entstehen,

  • oder der Wunsch nach Veränderung da ist, aber allein nicht umsetzbar scheint.

Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeigt sich problematische Nutzung oft nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Überforderung, Selbstwertthemen, ADHS, Angst oder depressiven Verstimmungen.

 

Mein therapeutischer Zugang

In meiner Arbeit geht es nicht um Verbote oder Kontrolle, sondern um Verstehen, Freiheit und tragfähige Alternativen.

Aus existenzanalytischer und logotherapeutischer Perspektive steht im Mittelpunkt:

  • Was erfüllt die digitale Nutzung im Moment?

  • Welche Bedrüfnisse kommen dabei zur kurz?

  • Wo geht die persönliche Freiheit verloren - und wi kann sie wiedergewonnen werden?

Gemeinsam arbeiten wir daran,

  • innere Auslöser und Funktionen des Verhaltens zu erkennen,

  • einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln,

  • Selbststeuerung, Sinnorientierung und reale Bindungen zu stärken,

  • und schrittweise wieder mehr Gestaltungsspielraum im Alltag zu gewinnen.

Das Ziel ist kein „medienfreies Leben“, sondern ein stimmiger, selbstbestimmter Umgang, der zu Ihrer Lebenssituation passt.

 

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