Angst verengt den Blick und lässt die Welt bedrohlicher erscheinen, als sie tatsächlich ist. Sie bindet Aufmerksamkeit an das, was vermieden
werden soll, und nimmt Handlungsspielräume.
In der Therapie geht es darum, die Angst nicht zu bekämpfen, sondern ihr mit einer veränderten inneren Haltung zu begegnen. Wenn Menschen lernen, sich trotz Angst bewusst
auszurichten – auf Werte, Aufgaben oder Beziehungen –, verliert die Angst ihre beherrschende Macht.
Sinn eröffnet hier die Möglichkeit, wieder mutig zu handeln, auch wenn Sicherheit nicht vollständig hergestellt werden kann.